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Eröffnung: Freitag, 26. Oktober 2007, 18 - 21 Uhr In Giuseppe Penones Schaffen steht der Baum pars pro toto für die Natur und eine langsame, kontinuierliche Weiterentwicklung. In seinem Wachstum entwickelt der Baum eine Struktur und Form, die, ebenso wie die Form einer Skulptur dieselbe unabänderliche Notwendigkeit beansprucht. Penone gibt dem Baum seine ursprüngliche Struktur zurück, indem er die verschiedenen Ebenen des Baumes freilegt: er häutet ihn und befreit ihn von seiner Rinde und offenbart den inneren Kern, das Skelett des Baumes. Er fertigt Abgüsse aus Bronze von Blättern und Rinde und Abdrücke in gegerbtem Leder und verbindet so kulturelles Material mit der Natur selbst. Ebenso setzt er Abdrücken seiner Hautfalten die Strukturen von Blättern entgegen. In einem Interview mit Guido de Werd sagt der Künstler weiter: „Ich habe Werke gemacht, in denen ich meinen Körper mit den anderen Elementen in Beziehung gesetzt habe, vor allem mit dem Baum. Mit dem Baum aus einem ganz einfachen Grund: Man kann ihn hinsichtlich der Zeit seines Wachstums als etwas Fließendes betrachten. Im Verhältnis zu unserer Existenz, zur Geschwindigkeit unseres Lebens nehmen wir den Baum als einen Festkörper war. Betrachtet man ihn jedoch in der Dimension der Zeit, wird er flüssig, bekommt er die Eigenschaft von Lehm, modellierbarer Erde. Ich habe meinen Körper mit dem Baum in Verbindung gebracht wie ein Bildhauer, der ein Stück Erde nehmen ihm Form geben kann. Ich habe dem Baum Elemente beigegeben, die meinen Körper vertreten, eine Hand aus Stahl oder einen Reif aus Eisen: als Ersatzorgane, die mit dem Leben des Baumes in seiner Stofflichkeit Berührung aufnehmen.“ (in: Katalog zur Ausstellung „Giuseppe Penone“, Museum Kurhaus Kleve, 2006.) Claudia Pasko
Opening: Friday, October 26 2007, 6 - 9 pm In Giuseppe Penone’s oeuvre the tree stands pars pro toto for nature and its slow continuous flow. Just as a sculpture claims a specific irrevocable form, also the tree develops a certain structure within its growth. Penone returns the original structure of the tree by uncovering its different levels: he sheds the tree’s skin, releases the bark and reveals the inner core, the skeleton of the tree. He manufactures leaves and barks castings of bronze and imprints in tanned leather. In combining cultural materials with nature itself, he too opposes imprints from his lines of hand and forehead with floral structures. In relation to our speed of life, we sense the tree as a solid state. In an interview with Guido de Werd the artist explains that he sees the tree as a fluid within its growth. In the dimension of time the tree becomes liquid, becomes the quality of mouldy clay. Penone relates his body like a sculptor to the tree, who can give form to a piece of dirt. He adds representatives of his body parts, like a hand of steel or a circlet of iron to the tree as substitutes of organs touching the tree’s life with their materiality. Claudia Pasko |
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